"Elisabeth" - 1997

Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze

Sie zählt zu den faszinierendsten Frauengestalten der Geschichte:
Elisabeth (1837 - 1898), Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Sie erscheint in diesem musikdramatischen Werk als eine um ihre Freiheit ringende Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.
Das Stück beginnt in der Gegenwart. Im imaginären Reich der Toten verhört ein unsichtbarer Richter noch hundert Jahre nach der Ermordung Elisabeths deren Attentäter Luigi Lucheni. Um seine Behauptung zu beweisen, dass er Elisabeth mit der Tat nur einen Gefallen getan habe und sie die Geliebte des Todes gewesen sei, läßt er die untergegangene Welt des Habsburgreiches noch einmal auferstehen.
Wir erfahren in welcher Freiheit Elisabeth aufwächst und wie sie zum ersten Mal dem Tod, einem attraktiven jungen Mann, begegnet.
Lucheni führt uns an den Hof nach Wien wo Kaiser Franz Joseph von seiner Mutter Sophie beraten und Bewacht wird. Dieser verliebt sich bei einem Treffen in Elisabeth, ganz gegen den Willen seiner Mutter.
Die erst 15jährige Elisabeth gerät durch die Hochzeit mit dem Kaiser in eine ihrer Natur feindselige Welt.
Der Tod steht von Anfang an zwischen dem Kaiserpaar und setzt auf Elisabeths Freiheitsdrang.
Sophie dagegen versucht ihre Schwiegertochter zur Kaiserin zu erziehen. Befehle, Verbote, Unterdrückung und Bevormundung lassen Elisabeth um Hilfe bei ihrem Mann suchen. Vergebens!
Jahre voller Widrigkeiten und Schicksalsschläge folgen. Lucheni meint der Tod stecke dahinter. Dieser fühlt sich zurückgesetzt, denn Elisabeth möchte von niemanden abhängig sein, auch nicht vom Tod.
Doch sie merkt, dass sie durch ihre Schönheit viel bei ihrem Mann erreichen kann, denn er liebt sie. So gewinnt sie doch im langen Zweikampf gegen ihre Schwiegermutter.
Dennoch hält Elisabeth nichts mehr, ruhelos reist sie von Ort zu Ort. Dabei übersieht sie, wie sehr ihr Mann sie vermißt und wie sehr ihr Sohn, Kronprinz Rudolph, ihrer Hilfe bedarf. Dieser gerät mehr und mehr unter den Einfluß des Todes. Sein Selbstmord trifft Elisabeth im Kern ihres Selbstbewußtseins. Sie wirft sich vor, dass Rudolph das Opfer ihres eigenen Kampfes um Unabhängigkeit geworden ist.
Jetzt ersehnt sie sich den Tod, doch nun läßt er sie warten. Erst nach einem weiteren Jahrzehnt wirft der Tod Lucheni die Mordwaffe zu und erhört so Elisabeths Bitte.
Das Attentat am Ufer des Genfer Sees führt die Liebenden zusammen. Elisabeths kämpfen und sehnen endet in den Armen des Todes.

Premiere: 26. April 1997

Regie: Manfred Decker / Harald Weigel
Musikalische Leitung: Harald Weigel
Musikalisches Arrangement: Harald Weigel
Bühnenbild: Manfred Decker
Kostüm-/ Maskenbild: Peggy Decker
Musikalische Einstudierung: Harald Weigel
Choreographie: Grazyna Groß
Gesangsunterricht: Monika Görsch / Gabriella Imre


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